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Briefmarken-Bilder   PDF  Drucken 

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            MALEN KANN MAN MIT offene,

     aber auch mit  geschlossenen augen.
                                                      (GIampieri 1986)

 

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 ICH UND DIE BRIEFMARKEN

Briefmarken sind alleine für sich schon kleine Kunstwerke. Seit über 100 Jahren beschäftigen sich alle möglichen Personen mit ihnen. Wenn man alleine an die ganz spezifische große Gemeinde der Briefmarkensammler denkt, hat man eine Idee, wie diese Papierschnipsel einen in seinen Bann ziehen können.

 

 

Es gab sogar auch den Versuch mit ihnen zu kommunizieren oder sie für andere Zwecke zu benutzen. Anhand ihrer Stellung auf Briefe und Postkarten zum Beispiel, versuchte man ganz bestimmte Botschaften zu übermitteln. Liebende waren am meisten dabei beteiligt, sich spezielle geheime Botschaften auszudenken. Weit mehr unbekannt ist auch die Tatsache, wie viele private, geheime und politische Nachrichten die Briefmarke als Versteck gedient hat. Den Platz, den sie auf dem Briefumschlag verdecken, ist zwar klein, aber bis zu ihrer gelegentlichen Entdeckung ein sehr intelligent gedachtes, gutes Versteck

 

Mein Vater sammelte auch Briefmarken, somit hatte ich zwangsläufig schon als kleiner Junge, das Ganze muss ungefähr im Alter von fünf Jahren gewesen sein, immer meine Freude an diesen bunten Papierstückchen. Genau genommen, meine Augen hatten die Freude, anfassen durfte ich sie damals natürlich nicht. Allein das darüber zu denken, sie berühren oder anfassen zu wollen, hätte mein Vater verboten und mit ernsthaften Konsequenzen untermalt. Was auch immer, sie haben sich trotzdem sehr tief im mein Gedächtnis eingeprägt.

Ich kann mich noch genau erinnern, wie beim Betrachten meine Fantasie über den verzahnten Rand begleitet hat. Ein Flugzeug auf der Briefmarke ist bei mir immer weitergegangen und in meinem Kopf ist es in einen blauen Himmel geflogen, um kurze Zeit später in einen schwarzen Himmel zu verschwinden und zwischen den Wolken in Turbulenzen zu geraten. Die haben auch genau so ausgesehen wie die vom gestrigen Gewitter mit Donner und Blitze, die ich während der vormittäglichen Spielzeit im Kinderzimmer aus dem Fenster beobachten konnte.

Ein Schiff ist zum Beispiel im meinem imaginären Meer geschwommen, dass aber am Tischrand sein Ende nahm und fertig war. In Bruchteilen von Sekunden war plötzlich ein Schiffshebekran da. Das Schiff ist auf den Zimmerboden heruntergelassen worden, dass natürlich jetzt eine viel größere Wasserfläche hat, als der mir zu dieser Zeit unbekannte Ozean. Darauf habe ich dann weiter navigiert, ich war der Kapitän und es geschah alles Mögliche.

Na ja, bis die Stimme meines Vaters mit einer Frage meine Aufmerksamkeit wieder verlangte. So, und jetzt waren Briefmarken mit Bäumen dran. Ich kletterte darauf, um an die Nüsse oder Früchte zu kommen, oder ich kämpfte mit den Tieren. Oft bin ich abgestürzt und herunter gefallen. Mein Abtasten am Kopf und Glieder haben aber danach keine Schmerzen hervorgebracht, ich war noch ganz, bereit für die nächsten Abenteuer.

 

Etwas später, als ich endlich meine eigenen Briefmarken hatte, fing ich an, diese Marken weiter zu bemalen, andere Gegenstände hinzuzufügen oder auf einem Blatt Papier alles mögliche dazu zu malen. Ich tat nichts anderes, als die Früchte meiner nicht stillenden Fantasie auf Papier zu bringen. Damals, Anfang der 60er Jahre, konnten wir Kinder die Briefmarken zusammen mit Bonbons und Kaugummi am Kiosk käuflich erwerben. Sie waren in Italien einfach als Zugabe bei allen möglichen Süßigkeiten dabei. An den Süßigkeiten war ich natürlich überhaupt nicht interessiert und aß sie auch nicht, ich tauschte sie lieber mit meinen Freunden und anderen Kindern, die ihre Briefmarken nicht wollten.

 

Na ja, da ich im Grunde auch nur einer der weniger Kinder der an die Briefmarken interessiert war, dauerte es nicht lange und ich war im Internat der größte "Briefmarkenbesitzer-“ und „Händler“. Und das auch damals nur für die Kunst, für "meine Kunst".

So nach dem Motto; 1 kleines Zuckertröpfchen, egal welche Größe oder Geschmack, gleich welche gegen 1 Briefmarke, 1 Bonbons gegen 5 Briefmarken, 1 Tütchenbrause gegen 10 Briefmarken, 1Lutscher gegen 15 Briefmarken, 1 Schokoriegel gegen 20/30 Briefmarken. Die Kaugummi waren damals selbstverständlich am wertvollsten und am teuersten. Einer davon musste man umtauschen gegen mindestens 30 bis 40 Briefmarken und mehr.

Wiederum gab es aber auch Briefmarken, die als Umtauschwährung "wertvoll" waren. Zum Beispiel solche mit Cartoons, Fußball oder Autoabbildungen. Bei diesen Sorten waren immer extra individuelle und langwierige Verhandlungen nötig. Wie man sehen kann, waren schon damals Materialismus und Kapitalismus in ihrer schlimmsten Form präsent, obwohl Kunst, damals wie heute, eigentlich nicht solchen Gesetzmäßigkeiten unterworfen sein sollte.

Ich wäre über diese ganzen Erinnerungen bestimmt mehr erfreut, wenn nicht der bitterböse Nachgeschmack, der immense Verlust meiner unzähligen kleinen Werke wäre. Alles ist verloren gegangen, alles, nichts ist von den unzähligen, hunderten, tausenden kleine Arbeiten übrig geblieben, alles weg. Sehr schade darum, traurig, als wäre das alles nie da gewesen.

 

Ich benahm mich zu der Zeit ungefähr so, als ob ich dem ursprünglichen Künstler unter die Arme greifen wollte und seine Zeichnung, die er aus Platzmangel nicht zu Ende malen konnte, fertig malte oder ergänzen wollte.

Ich war ja noch sehr jung. Das Ganze fing auch schon in einem Alter an, in dem man mit etwas Fantasie  alles denken und machen kann, was man will. Keine Grenzen sind bekannt und hindern einen, sich irgendetwas auszudenken. Ich gebe gern zu, dass nicht alles schön und harmlos war. Ich tötete dabei viele Raubtiere und spielte auf unsachgemäßer Weise mit anderen kleinen Tieren. Ich nahm auch Teil an Schlachten und tötete natürlich. Viele Gegner wurden verwundet und auf wunderbare Weise ganz, ganz schnell von der furchtbarsten Verstümmelung genesen. Autos, Schiffe, Züge und Flugzeuge wurden in Unfälle verwickelt, gingen zu Bruch, stürzten ab, wurden vom Meer verschluckt und verschwanden im All. So geschah das noch mit vielen anderen Objekten.

 

Aus allen Briefmarken war und bin ich immer noch imstande schnell etwas Neues oder Anderes zu kreieren, je nach Sinn, Zweck oder Gefühl, das mich in dem Moment überfällt.

Es entstanden so fortlaufende neue Bilder und Kompositionen. Insbesondere die, die ich auf Couvert und Verpackungen aus den Urlaubsorten an Freunde und Verwandte verschicke. Diese sind sehr aufwendig und ausgefallen. Und das immer mit der Prämisse, das ich nie weiß, welche Briefmarken es überhaupt in diesen Länder momentan gibt. Es ist immer wieder eine Überraschung und Herausforderung. Und ehrlich gesagt, es macht mir immer noch viel Spaß. Dabei versetzte ich mich augenblicklich wieder in meine Kinderzeit. Mit meinem Vater und alles andere rund herum und es ist jedes Mal ein angenehmer Genuss mich wieder zu finden. In dieser längst vergangenen Atmosphären. Ich freue mich, dank der Hilfe und Kraft meiner Erinnerung, mich noch in diese schon längst vergangenen Zeiten zu bewegen.

 

Weniger Spaß macht mir natürlich das "gelegentliche" Verschwinden einiger dieser Sendungen. Ich hoffe, sie kommen trotzdem in gute Hände und wenn sich auch jemand anderes darüber erfreut, dann ist doch alles nicht so schlimm und verloren. Natürlich korrekt wird diese Klauerei damit weiß Gott nicht. Eben ist mal wieder ein ganz besonderer Brief geklaut worden. Auf dem Weg von Frankreich nach Deutschland und anlässlich des 20. Geburtstages meines Sohns mit dem genauen Geburtstagsdatumsstempel und sehr, sehr aufwändig gestaltet. Arme, arme Welt, wie tief bist du bloß gefallen.

 

All diese kleinen Werke male ich grundsätzlich wie damals, für Jeden und für Niemanden. Sie sollen eigentlich für alle da sein, für alle zugänglich sein und jeder, der sie sieht, soll sich einfach darüber erfreuen. Ende der Aussage.

Einige wenige Arbeiten kreiere und komponiere ich aufwendig auf Umschläge oder Malpapier, diese signiere ich auch.

Mit der Einsetzung meines Namens darunter sind sie somit offizielle und gewollte Teile meines Schaffens.

GIAM 

 

Danke an HIPA für die Grammatikkorrektur

NACHTRAG

Seit vielen Jahren verschicke ich auch solche Kompositionen auf Briefe und Verpackungen an mir völlig fremde Personen, in Deutschland, Europa und auf der ganze Welt.

 

Diese kleinen arbeiten auf Couvert und Verpackungen nämlich sollen und sind eigentlich unabhängig von Status und Rang, Alter und Bildung, Geschlecht und Nationalität ,Reich und Arm, mein persönlicher Beitrag, um jedermann ein Geschenk und eine Freude zu machen. Gleichzeitig etwas im Verborgenen mein Mittel, um "Kunst" für alle zugänglich zu machen. Die Leute auch für anderen Kunstformen zu sensibilisieren. Natürlich ohne die auf der ganze Welt verstreuten unbekannten Personen . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... .... .... ... . .... .... .... .... .. . . .... .... ....

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 . . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....  Es gibt aber viele, die weiter als über die Distanz eines Spuckens denken können und . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ...., für diese freut sich die "Kunst" und mein Selbst.

 

Kunst ist aus den verschiedenste Gründen seit Jahrtausenden leider immer wieder bedroht und vernichtet worden, heute leider immer noch. Es gibt bedauernswert zu viele beispielen dass ich jetzt anfangen würde welche zu nennen ohne diese Absatz jemals fertig zu bringen um alle zu nennen. Siehe als Exempel die Beuys Bäume in Kassel, usw. ..usw.. Glauben sie mir einfach und begeben sie sich selber ruhig an der suche von diese Unzählige beispiele der Ignoranz , Überheblichkeit, Blindheit , Vernichtung gelüste und Besserwisserei.

 

Somit sind wir wieder bei diese meine Projekt die mir auch Freude bereiten aus der Kenntnisse das sehr viele Empfängern. . .... .... .... .... .... . . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....,  . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....,  . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....,  .... .... .... .... ...... .... . ... .... , . . .... .... .. .... .... .... .... ...  ...... .... .... . . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... . . .... .... .... .... .... .... .. . . .... .... , .... .... .... . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... . . Ich setzte damit ganz bewusst diese teil meine Schaffens in eigentlich . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... . . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... ...., aber im Zusammenhang der gesamt Kontext will ich nicht diese traurige Aspekt der Kunstgeschichte außeracht lassen, ja, auch mit der bewusste Kenntnisse das. . .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... . . . .... .... .... .... . . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... . . .... .... .... .... .... .... .. . . .... .... .... .... .... . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....,  . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....,  .... .... .... .... ...... .... . ... 

 .. .. , . . .... .... .. .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... .... ..... . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... . . . .... .... .... .... .... , .... .... .... .... .... .... .... . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... . . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... . . .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... .... , .... .... .... ....,  . . .... .... .... .... .... .... .... .... ..  Den preis dafür bin ich, seit immer und jederzeit, auch mit sehr viel Demut und Traulichkeit bereit zu bezahlen.

 

Viele werden sich aber eines Tages wundern und ärgern, sie werden dann hoffentlich ein Leben lang über "Kunst" nachdenken müssen, manche Nachkommenschaft auch. Wie Herr Bank, ein gewisser schon längst verstorbener Bekannter von mir, das ist aber eine ganz andere Geschichte und es ging dabei auch um echte Picasso, Chagalls, Matisse, etc..

Zum Schluss aber noch schnell einen kleinen dichterischen Gedanken von mir, dieser ist zwar die letzte und Schussstrophe eines wunderschönen italienischen 10-zeiligen Liebesgedichtes von mir, er kann aber genau so gut ganz allein bestehen, insbesondere in diesem Kontext.

 


 PARLA; GUARDA; PENSA; SOGNA E VIVI,
PRIMA CHE LA MORTE TE NE PRIVI.

SPRICH; SCHAUE;DENKE; TRÄUME UND LEBE;
BEVOR DER TOD DICH DARAN HINDERT.

 Leider, leider geht bei der Übersetzung in der deutschen Sprache der wunderschöne Reim verloren und auch die harte "A"- Betonungen verschwinden, die sprachliche Melodie ist am ende auch nicht mehr vorhanden, wie es sein sollte, aber wenigsten den "Sinn" möchte ich übermitteln.

 

P:S: Entschuldigung wenn ich bei der letzte absetzen in nachhinein einige Sätze bewusst geschwärzt habe, dies geschah um einigen wesentlichen Aspekten diese Projekt nicht zu Verfälschen , gefährden oder verraten.

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